Fuck Off, You Cyber-Crime Idiot!

Ich möchte meine Blogging-Pause kurz unterbrechen, weil ich vor wenigen Minuten eine Cyber-Crime-E-Mail erhalten habe…wieder einmal. Diese Cyber-Crime-Idioten verschicken Massen-E-Mails an Menschen mit Erpressungsversuchen.

Ich klicke diese E-Mails natürlich nicht an, sondern schaue sie mir allenfalls in der Outlook-Vorschau an. In solchen E-Mails wird damit gedroht, dass private Fotos, Videos und Daten öffentlich gemacht werden. Die Erpresser behaupten, dass sie sich Zugriff auf den Computer der Person verschafft haben, die sie zu erpressen versuchen; sie behaupten zu wissen, welche Webseiten man besucht; und man wird angeblich dabei gefilmt, wie man sich Webseiten für “Erwachsenen-Entertainment” anschaut. Und dann soll man Geld zahlen, in einen Crypto-Account.

Außerdem wird man gewarnt: Man darf auf keinen Fall die Polizei verständigen und man darf auf keinen Fall Freunden von diesem Erpressungsversuch erzählen.

Das ist alles sehr dumm. Einmal ganz abgesehen davon, dass sich auf meinem Laptop viele Fotos von meinen Hunden, von Vögeln (Birdwatching! Tauben füttern!), von Sonnenaufgängen und Pflanzen befinden (und sonst nicht viel), und abgesehen davon, dass ich Webseiten wie orf.at lese oder The Guardian (und ähnlich Seiten), und somit die langweiligste Person bin, die man sich vorstellen kann, und deshalb einfach nicht erpressbar bin, würde ich mich auch dann nicht erpressen lassen, wenn die Situation anders wäre.

Ich werde IMMER laut, wenn man versucht mich unter Druck zu setzen. Ich werde IMMER sofort die Polizei einschalten, wenn man versucht mich zu erpressen.

Ich habe die Nummer des Crypto-Accounts, in den ich Geld einzahlen soll, mit meinem Handy vom Computer abfotografiert und dann an die Meldestelle des österreichischen Bundeskriminalamtes geschickt.

Vielleicht kann die Polizei mit der Account-Nummer des Crypto-Accounts ja diese dummen Cyber-Criminals tracken. Die Behauptung, dass Crypto-Accounts nicht nachverfolgbar sind, so wie das der Cyber-Idiot in seiner E-Mail an mich behauptet, stimmt meines Wissens nach nämlich nicht.

Das ist die E-Mail-Adresse der Meldestelle des Bundeskriminalamtes in Österreich: against-cybercrime@bmi.gv.at

Und das ist mein Rat an Alle, die auch diese E-Mail bekommen haben – denn ich bin sicher nicht die einzige Empfängerin dieser Massen-E-Mail: Lassen Sie sich nicht erpressen, egal, welche Fotos und Videos Sie auf Ihrem Computer gespeichtert haben und egal, welche Webseiten sie sich in der Privatsphäre Ihres eigenen Hauses oder in Ihrer Wohnung anschauen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und verständigen Sie sofort die Polizei. Und melden Sie Cybercrime hier.