Ein paar Beispiele dafür, wie die Brichard Immobilien GmbH “meine” Liegenschaft verwaltet

© Ingrid Haunold, 2026

Heute, am 20. Oktober 2026, ist die jährliche Eigentümerversammlung “meiner” Liegenschaft. Ich setze das Wort “meine” immer unter Anführungszeichen, weil ich ja nur 0,74% der Liegenschaftsanteile besitze. Wenn man nur 0,74% Anteile an einer Liegenschaft besitzt, hat man auch nur 0,74% “Macht”. Wenn es nur nach mir ginge – wenn ich alleine entscheiden könnte – hätte ich die Brichard Immobilien GmbH als Hausverwaltungsfirma “meiner” Liegenschaft schon längst gefeuert, ich bin äußerst unzufrieden mit dieser Firma.

Mein letzter Artikel zum Thema Hausverwaltung ist schon länger her. Im Februar 2026 habe ich – wieder einmal – über die Ausbesserungsarbeiten an den Terrazzoböden im Eingangsbereich mehrerer Stiegenhäuser geschrieben. Ich habe darauf hingewiesen, dass die neuen (!) Böden Stolperfallen sind.

Was ist seitdem passiert? Die Terrazzoböden sind immer noch nicht fertig. Eine Person ist gestolpert, gestürzt, sie hat sich verletzt, und das wurde auch von einem Arzt dokumentiert. Das “Featured Image” für diesen Artikel zeigt die Stolperfalle in dem Stiegenhaus, in dem es zum Sturz kam. Natürlich ist jemand gestürzt, das war ja vorhersehbar.

Heute, am Tag der Eigentümerversammlung, wurde plötzlich mit weiteren Ausbesserungsarbeiten an den Terrazzoböden begonnen. Allerdings wurde eine andere Firma beauftragt, als die Firma, welche die ursprünglichen Arbeiten an den Terrazzoböden ausgeführt hat. Da frage ich mich jetzt natürlich: Wer bezahlt das? Denn wenn eine Firma einfach mitten in der Arbeit aufhört, die Arbeiten nicht zu Ende bringt, und die Hausverwaltung dann eine weitere Firma beauftragt, frage ich mich schon, wer diese zusätzlichen Kosten übernehmen wird.

Die Stolperfallen sind natürlich der größte Kritikpunkt an den “neuen” Terrazzoböden, aber wahrlich nicht die einzigen Kritikpunkte. So wurden z. B. die Böden mit einem farblosen Lack abgedeckt. Aber die Arbeiter haben die Baustelle verlassen, bevor der Lack trocken war und prompt ist jemand in den feuchten Lack getreten. Und jetzt haben wir einen “ewigen” Fußabtritt in dem neuen Lack in dem neuen Terrazzoboden “meines” Stiegenhauses. Das Thema “Terrazzoböden” ist für mich noch lange nicht abgeschlossen, da können Sie sich noch auf weitere Artikel freuen.

Aber wenden wir uns einem anderen Thema zu: Am 26. Jänner 2026 habe ich darüber geschrieben, dass wir dreieinhalb Monate auf das Protokoll der Eigentümerversammlung vom 13. Oktober 2025 warten mussten, das dann endlich am 26. Jänner 2026 verschickt wurde. Die für “meine” Liegenschaft zuständige Betreuerin hat sich anschließend bei mir entschuldigt und versprochen, dass das nicht wieder vorkommen wird. Aber hat sie all die Dinge erledigt, die erledigt werden sollten? Natürlich nicht!

Nehmen wir das Thema “Fahrradständer”. In der letzten Eigentümerversammlung im Oktober 2025 haben wir darüber diskutiert, ob zusätzliche Fahrradständer angeschafft werden sollen. Wir haben schon welche, es gibt Förderungen dafür, und die Hausverwaltung hat einen – einen einzigen ! – Kostenvoranschlag eingeholt und uns darüber informiert. Als nächstes wäre eine Abstimmung notwendig gewesen, da es sich um Agenden der außerordentlichen Verwaltung handelt. Wurde das gemacht? Natürlich nicht! Nichts ist in dem vergangenen Jahr passiert, das Thema “Fahrradständer” steht wieder auf der Agenda für die heutige Versammlung. Bezüglich Kostenvoranschlag denke ich mir, dass dieser Kostenvoranschlag wahrscheinlich nicht mehr gültig sein wird, weil er so alt ist, und vielleicht gibt es auch die Förderungen gar nicht mehr. Wer bezahlt Mehrkosten, die durch eine allfällige Untätigkeit einer Hausverwaltungs-Firma entstehen? Hmmm…

Oder nehmen wir das Thema “Störungen an Gegensprechanlagen”. Bei mehreren Stiegenhäusern funktionieren die Gegensprechanlagen einiger Wohnungen nicht richtig, was in der Eigentümerversammlung im Oktober 2025 besprochen und protokolliert wurde. Die Brichard Immobilien GmbH hat versprochen, dass ein Elektriker beauftragt wird. Wurde das gemacht? Natürlich nicht! Meine Top-Nummer steht im Protokoll: Top 210.

Aber ich kann noch ein Schippchen nachlegen. Denn es ist natürlich nicht das erste Mal, dass ich diese Störung gemeldet habe. Die Störung steht bereits im Protokoll der Eigentümerversammlung des Jahres 2024, die im Dezember 2024 stattgefunden hat. Auch in diesem Protokoll wurde ich namentlich erwähnt. Aber es wurde im ganzen Jahr 2025 kein Elektriker beauftragt, und auch im laufenden Jahr 2026 wurde noch immer kein Elektriker beauftragt.

Ich warte jetzt also mittlerweile schon seit 2024 und zweimaliger Protokollierung darauf, dass die Brichard Immobilien GmbH einen Elektriker beauftragt, um eine Störung an der Gegensprechanlage der Stiege 2 zu beheben. Heute, am 20. Oktober 2026, funktioniert die Gegensprechanlage immer noch nicht.

Ich habe natürlich schon längst prüfen lassen, ob die Ursache eventuell in meinen Verantwortungsbereich fällt. Ich habe im Jahr 2024 selbst einen Elektriker beauftragt und bezahlt. Ich habe eine neues Gerät für meine Wohnung gekauft, und ich habe sogar die Leitungen innerhalb meiner Wohnung überprüfen lassen, um sicherzustellen, dass der Grund für das Nicht-Funktionieren der Gegensprechanlage nichts mit mir, mit meinem Gerät für die Gegensprechanlage und mit den Kabeln in meiner Wohnung zu tun hat. Ich habe mehrere Hundert Euro bezahlt – das sind Unkosten, die mir niemand ersetzt.

Das sind nur einige der Gründe, weshalb ich mit der Brichard Immobilien GmbH als Hausverwalterin “meiner” Liegenschaft äußerst unzufrieden bin. Es gibt noch viele andere Kritikpunkte. In Zukunft werde ich wieder mehr über Hausverwaltungs-Agenden bloggen, freuen Sie sich auf Updates!