Gussterrazzo statt echtem Terrazzo…?

In einigen Stiegenhäusern “meiner”1 Liegenschaft werden gerade die Original-Terrazzoböden aus den 1960er Jahren saniert. Derzeitiger Stand: ein Betonguss – zumindest schaut es aus wie Beton.

Ich habe heute in der Früh versucht, die für meine Liegenschaft zuständigen Betreuer/innen der Hausverwaltung zu erreichen, beide sind heute aus “organisatorischen Gründen” nicht erreichbar. Als Kundin bin ich natürlich nicht glücklich, dass gleich beide Betreuer/innen am selben Tag nicht erreichbar sind.

Glücklicherweise weiß ich den Namen der Firma, die die Böden saniert und habe jetzt dort angerufen und mit dem Chef gesprochen. Anscheinend wird ein Gussterrazzoboden verlegt, der im frisch verlegten Zustand ausschaut wie eine Betonfläche. Der Boden muß trocknen, wird dann abgeschliffen und danach soll er ausschauen wie ein echter Terrazzoboden. Hoffentlich!

Schlimm finde ich, dass ich als Eigentümerin heute zum ersten Mal den Begriff “Gussterrazzo” höre. Ich bin wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass ein echter Terrazzoboden verlegt wird.

© Ingrid Haunold

Gussterrazzo? Ich hätte lieber mehr Geld in einen echten Terrazzobelag investiert, bei dem eine Terrazzomischung auf eine Schicht mit Unterbeton aufgetragen wird. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die Hausverwaltung diesbezüglich Optionen mit den Eigentümerinnen und Eigentümern besprochen hätte bzw. finde ich keine schriftlichen Unterlagen dazu, die mich über verschiedene Terrazzo-Optionen informiert hätten. Wir hätten ja darüber abstimmen können!

Na ja…jetzt warte ich einmal ab, wie dieser Boden ausschauen wird, wenn er nächste oder übernächste Woche fertig wird.

Irgendjemand ist mit Hunden über den frisch gelegten Belag gelaufen, als er noch naß war und jetzt sind Hundepfoten im frischen Beton zu sehen. Der Chef der Steinmetzfirma hofft, dass diese Pfotenabdrücke beim Schleifen verschwinden. Das hoffe ich auch sehr — meine Hunde waren es nicht. Ich würde mich schon sehr ärgern, wenn in einem nagelneuen Belag Hundepfoten zu sehen wären.

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Fußnote 1: “Meine” Liegenschaft… – ich besitze 0,74% der Liegenschaftsanteile.

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Bei verletzten Fledermäusen hilft die Fledermaus Station Österreich, bei anderen Wildtieren hilft Tierschutz Austria

Vor ein paar Wochen fand ich eines Tages am späteren Abend im Hugo Wolf Park im 19. Bezirk in Wien eine Fledermaus. Das Tier hing rund 10 cm über dem Boden an einem Baumstamm. Mein erster Anruf galt dem Wildtierservice der Stadt Wien, das bis 22:00 Uhr erreichbar ist. Dort erhielt ich den Rat, die Fledermaus nicht zu stören, es würde sich wahrscheinlich um ein Jungtier handeln, das fliegen lernt und sich nur ausruhen würde….

Am nächsten Tag in der Früh war die Fledermaus immer noch dort — allerdings hing sie jetzt nicht mehr am Baum, sondern lag schon halb am Boden. Ganz offensichtlich handelte es sich nicht um ein müdes, sondern um ein verletztes Tier. Ich habe mich wahnsinnig geärgert über den Rat der “Experten” des Wildtierservices der Stadt Wien. Durch eine kurze Recherche im Internet stieß ich dann auf den Verein “Fledermaus Station Österreich“. Dieser Verein hat eine Notfallnummer, die man zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen kann. Eine echte Expertin erteilte mir telefonisch Anweisungen, wie ich die Fledermaus vorsichtig einfangen und transportsicher verwahren kann. Mit einem Taxi habe ich die verletzte Fledermaus dann in der Früh zu dem Verein gebracht, wo ihr Schmerzmittel verabreicht und sie erstversorgt wurde. Leider war die Fledermaus so schwer verletzt, dass sie kurz darauf durch eine Tierärztin eingeschläfert werden musste.

Ich ärgere mich auch jetzt noch, mehrere Wochen später, über die sogenannten “Experten” des Wildtierservices der Stadt Wien. Ich werde sicher nie wieder dort anrufen, wenn ein Wildtier Hilfe braucht. Bei verletzten Fledermäusen wende ich mich in Zukunft sofort an die Fledermaus Station Österreich, bei anderen verletzten (Wild-)Tieren wende ich mich an Tierschutz Austria. Viele Menschen werden Tierschutz Austria noch unter dem alten Namen des Vereins kennen, dem “Wiener Tierschutzverein” — es handelt sich um die älteste (seit 1846) und größte Tierschutzorganisation Österreichs. Tierschutz Austria hat eine “Team Tierschutz”-WhatsApp Gruppe mit rund 2.000 Freiwilligen, die bei Bedarf verletzte Tiere einfangen und in das Tierschutzheim in Vösendorf transportieren. Auch ich bin seit einiger Zeit Mitglied dieser Gruppe und habe bereits vier verletzte Tauben nach Vösendorf transportiert – mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ! -, von denen ich drei sogar selbst sichern ( = einfangen) konnte.

Effektiver Tierschutz in Österreich wird privat organisiert. Mit den öffentlichen Einrichtungen der Stadt Wien habe ich bisher durchgehend schlechte Erfahrungen gemacht, über die ich zu einem späteren Zeitpunkt noch detaillierter berichten werde. Mein Rat an Alle, die in Notfällen Hilfe brauchen: Wenden Sie sich an private Organisationen wie die Fledermaus Station Österreich bzw. an Tierschutz Austria.

Und bitte spenden Sie! Benötigt werden sowohl Geld-, als auch Sachspenden. Informationen über Sachspenden finden Sie hier (für die Fledermaus Station Österreich) und hier (für Tierschutz Austria). Aber auch Geldspenden werden dringend benötigt!

Zum Abschluß möchte ich dieses Video mit Ihnen teilen, das ich bei einem Besuch in der Fledermaus Station Österreich aufgenommen habe. Eine verletzte Fledermaus wird aufgepäppelt und ißt mit großem Appetit Würmer…

 

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Ob das wirklich ein Terrazzoboden wird….?

Wie ich bereits in einem früheren Artikel geschrieben habe, bin ich mit der Hausverwaltung “meiner”1 Liegenschaft, der Brichard Immobilien GmbH, unzufrieden. Vor Kurzem wurde wieder einmal das Betreuerteam gewechselt und jetzt werden endlich längst überfällige Erhaltungsarbeiten durchgeführt, unter anderem die Sanierung der Terrazzoböden in mehreren Stiegenhäusern.

Ich werde in einem späteren Artikel noch ausführlicher auf diese Terrazzoböden eingehen, da ich seit dem Jahr 2013 die Erhaltungsarbeiten dieser Böden einfordere, davon seit 2019 bei dieser Hausverwaltung.

Heute, hier und jetzt möchte ich aber nur einmal bei dem Betreuerteam der Brichard Immobilien GmbH nachfragen, was eigentlich in Auftrag gegeben wurde. Es sollen ja neue Terrazzoböden installiert werden. Aber es schaut eigentlich so aus, als ob nur eine schlichte Betonschicht neu aufgegossen wird. Das ist eigentlich nicht das, was mit den Eigentümerinnen und Eigentümern besprochen wurde. Das ist auch nicht das, was erst vor wenigen Tagen durch die Hausverwaltung den Eigentümerinnen und Eigentümern angekündigt wurde. Angekündigt wurde die Sanierung der Terrazzoböden.

Das folgende Foto zeigt, dass die neue Betonschicht genau das gleiche Niveau hat, wie der daran anschließende Original-Terrazzoboden der Stiegen. Ich kann mir deshalb gar nicht vorstellen, wie das funktionieren soll, dass da jetzt noch eine Terrazzo-Schicht darauf aufgelegt wird — da hätte man dann ja einen Niveauunterschied. Ich habe fast das Gefühl, dass der Original-Terrazzoboden aus den 1960er Jahren jetzt nur durch einen häßlichen Betonboden ersetzt wird.

Noch sind die Arbeiten nicht fertig — aber ich habe das Gefühl, das hier gerade etwas schief läuft und ein riesengroßer Fehler passiert…..Na ja, warten wir ab…..ich hoffe sehr, dass ich mich irre, und mir letztendlich dann doch am Ende der Arbeiten ein Terrazzoboden entgegenstrahlt.

© Ingrid Haunold

Update: Ein Update zu diesem Artikel finden Sie hier (26.09.2025, 16:48 Uhr).

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Fußnote 1: “Meine” Liegenschaft… – ich besitze 0,74% der Liegenschaftsanteile.

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