Book Review: “Orchis” von Verena Stauffer

Please note: I first published this book review on the “Goodreads”-website in 2023.

Meine Bewertung: 3 (of 5) “stars”

Ich habe mir eine Kopie des Buches aus einer Bibliothek ausgeborgt, das Buch wurde im Jahr 2018 vom Verlag Kremayr & Scheriau veröffentlicht.

Mir hat die Geschichte gut gefallen, zumindest bis zu dem Moment, in dem sich die Hauptfigur des Romans, Anselm, auf eine Reise nach China begibt, um eine Orchidee zu suchen. Davor liegt der Fokus ganz stark auf Anselm und seiner Besessenheit mit Orchideen.

Auf der Schiffsreise geht es plötzlich um ganz andere Dinge, und das hat mich ganz herausgerissen aus der Geschichte; den Rest der Erzählung fand ich dann nicht mehr so spannend, da war für mich einfach ein Bruch da, den die Autorin nicht mehr überwinden konnte.

Eine andere Leserin hat in ihrer “Goodreads”-Review die Sätze als “überladen” bezeichnet, und das empfand ich eigentlich auch.

Trotzdem insgesamt ein lesenswertes Buch.

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Book Review: “Solange es Frauen gibt, wie sollte da etwas vor die Hunde gehen?” von Djuna Barnes

Please note: I first published this book review on the “Goodreads”-website in 2023.

Meine Bewertung: 2 (of 5) “stars”

Ich habe diese Hardcover-Edition des Buches des Verlags Klaus Wagenbach von einer Freundin geschenkt bekommen.

Dieses im Jahr 1991 veröffentlichte Buch enthält acht in die deutsche Sprache übersetzte Interviews mit Frauen, die zuvor in den folgenden Büchern veröffentlicht wurden: I Could Never Be Lonely without a Husband: Interviews by Djuna Barnes (1987) und New York (1989). Die Interviews stammen aus den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.

Die einzige interviewte Frau, die mir vorab bekannt war, ist Coco Chanel. Von den anderen sieben Frauen hat mich eigentlich nur – als Persönlichkeit – die Gewerkschaftsaktivistin Mary Jones beeindruckt. Die anderen sechs Frauen waren ein Model und fünf Schauspielerinnen, die heute niemand mehr kennt.

Ich mag den Interview- und Schreibstil von Djuna Barnes nicht besonders. Ich hatte nach dem Lesen eigentlich nicht das Gefühl, dass ich jetzt viel über diese Frauen weiss. Aber diese Interviews wurden teilweise vor mehr als 100 Jahren geführt — und ich kann deshalb sowohl die Leistung von Djuna Barnes, als auch diese Leistungen der interviewten Frauen würdigen. Trotzdem: Viel blieb nach dem Lesen nicht in meinem Gedächtnis; das meiste – inklusive die Namen der meisten Frauen – hatte ich rasch wieder vergessen. Deshalb: zwei “Sterne”.

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Book Review: “Die Frau im Mond” von Milena Agus

Please note: I first published this book review on the “Goodreads”-website in 2023.

Meine Bewertung: 3 (of 5) “stars”

Ich habe die im Jahr 2006 veröffentlichte Hardcover-Edition des Verlags Hoffmann und Campe gelesen, die es heute anscheinend nur mehr antiquarisch zu kaufen gibt, z. B. bei zvab.com. Auf der Webseite des Verlags wird das Buch nicht mehr angeführt. Das Buch gehörte ursprünglich einer Freundin, die es an mich weitergeschenkt hat. Auch ich habe es mittlerweile im Freundeskreis verschenkt.

Mit nur 136 Seiten ist dieser Roman ein schnell gelesenes Buch. Ich fand das Buch nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut und würde es nicht weiterempfehlen.
Eine Enkelin erzählt Geschichten aus dem Leben ihrer Familie, im Zentrum steht eine ihrer Großmütter. Die meisten Figuren haben keine Namen und werden nur als Großmutter, Großvater, Mama, Papa, etc. beschrieben. Der (angebliche) Liebhaber der Großmutter, ein Kriegsheimkehrer des Zweiten Weltkrieges, wird als Reduce bezeichnet, was anscheinend das italienische Wort für Heimkehrer ist. “Angeblich” deshalb, weil es sich um einen Roman handelt, und das letzte Kapitel des Buches die Beziehung zwischen der Großmutter und dem Reduce in einem neuen Licht erscheinen läßt, das meiner Meinung nach dem Roman sehr schadet.
All das erzeugt Distanz beim Leser. Ich habe die Geschichten gelesen, ohne eine emotionale Beziehung zu den Figuren aufzubauen.

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